Neueste Artikel

Meditation – bodyTALK

Der Körper spricht … und er lügt nie. Hunger, Durst, Müdigkeit, Verspannungen, Schmerzen … einiges ist sehr klar und deutlich, anderes etwas filigraner, komplexer. Doch hören wir immer auf die Bedürfnisse unseres Körpers? Nicht unbedingt. meist schieben wir den Grund dafür, auf den Rhythmus unserer westlichen Gesellschaft, der es uns oft schwer macht nach innen zu lauschen. Zu verstehen, verstehen zu wollen und schließlich auch danach zu handeln. Oft vergessen wir: Wir selbst sind diese Gesellschaft. Wir selbst sind dafür verantwortlich wie es uns geht – auf allen Ebenen . Wir machen die Regeln.

Da ich hauptberuflich quasi als Körperflüsterin tätig bin, sehe ich, wie groß das Bedürfniss nach verstehen und verstanden werden wollen ist. Auch die Sehnsucht, den eigenen Weg zu sehen, anzunehmen und von ganzem Herzen zu gehen. Konsequent, in Liebe und vollem Bewusstsein. Ohne Kampf, ohne Leid, sondern in Leichtigkeit und Freude.

Meine Sommerferien sind schon zu Ende. Sie waren anders als erwartet und genau dadurch war ich wach, präsent und habe viel gelernt. Urlaub kann Raum bieten für neue Erfahrungen. Wie wäre es, deinen Urlaub, die Sommerferien, die faulen Momente im Sonnenschein, für Selbst-er-kenntnis zu nutzen? Für Selbst-Bewusst-sein?

Selbstliebe, satt Selfies? ;-D

Lausche nach innen .. und schau was sich zeigt.

Alles Liebe, Tina

Kamera/Schnitt: Hendrik Thul

So bringst du deinen Alltag in Bewegung

Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft leiden momentan unter Zeit- und Energiemangel. Beides macht es schwierig mit Sport zu beginnen. Gleichzeitig schenkt dir regelmäßiger Sport, die Kraft und Gelassenheit, Zufriedenheit und Gleichmut für all das, was du in deinem Leben erreichen willst. Wenn du dir Listen anschaust, mit Dingen die erfolgreiche Menschen alle machen, findest du immer wieder zwei Punkte: Sport+Meditation. Macher machen eben und verschwenden keine kostbare Zeit mit „wenn&aber“.

Nachdem ich letzte Woche bereits einige Tipps benannt habe, wie auch du mehr ins „machen“ kommen kannst, geht es in diesem Beitrag gezielt um das Thema Bewegung. Bewegung im Alltag. Ein Alltag in Bewegung.

Ich kann es nicht oft genug sagen:

  • Du musst es wollen.
  • Du musst es dir wert sein.
  • In Möglichkeiten denken …

Und dann:

1) Dürfen statt müssen

Jaja, ich weiß. Ich hab selbst gerade mit „müssen“ aufgeschlagen, doch meist beginnt der Kampf mit dem Schweinehund mit „müssen“. Streich es. Du musst gar nichts. Auch keinen Sport machen. Es ist dein Leben. Deine Entscheidung. Du darfst einrosten und verfetten. Na und?! Dann ist das eben so. Willst du nicht so leben, dann darfst du dein Leben jederzeit aktiver gestalten. Du darfst. Müssen, musst du gar nichts. Sterben wirst du so oder so. Welche Qualität dein Leben bis dahin hat, entscheidest du. Vital, attraktiv, beweglich, stark und freudvoll? Deine Entscheidung.

2) Gelegenheiten beim Schopf packen

„Mach ich später. Dann. In Ruhe. Heute Abend … mach ich 60 Minuten Sport.“ Jaja, genau! Also nachdem die Kinder im Bett sind, der Wäscheberg weggeräumt ist, die Spülmaschine ausgeräumt, das Telefonat erledigt und nur nochmal kurz bei FB nachgeschaut wurde … Dann ist es vermutlich schon wieder so spät, dass du müde ins Bett fällst. Irgendwas ist immer. Wenn du wirklich Sport machen möchtest, musst du dir die Zeit dafür aktiv nehmen. Sonst wird das nix. Zeit finden? Ich weiß nicht. Wer suchet der findet. Vielleicht. „Zeit nehmen“ ist aktiver. Gelenheiten schappen, so wie sie kommen. Am besten jetzt. Sofort. Planke? 60s? Und dann noch 20 Kniebeuge? …und wer weiß was dir dann noch so Schönes einfällt.

3) Mit Musi geht’s leichter

Musik motiviert, steigert die Stimmung und lässt uns ganz automatisch die Hüfte schwingen. Das ist doch schon mal ein guter Anfang. Finde am Besten etwas ohne Text und was du gut immer wieder und wieder hören kannst. Spielt diese Musik bei jedem Training, wird irgendwann dein Unterbewusstsein mittrainieren und dein ganzes System in Sportmodus schalten, da hast du noch nicht mal die Leggings angezogen.

4) Beginne mit deiner Lieblingsübung

… oder der Körperregion mit dem größten Defizit. Geht danach wirklich nichts mehr, dann ist das so. Ansonsten, folgt einer Übung die Nächste und Nächste und hopplahopp bist du im feinsten Workoutprogramm

5) Spaßfaktor nutzen

Was macht dir Spaß? Welche Bewegungsart fühlt sich nach Freude und weniger nach „müssen“ an? Spazierengehen? Tischtennis? Laufen? Ballsport? Radfahren? Mannschaftschallenges? Bewegung darf Spaß machen. Bewegung darf im Alltag stattfinden. Geh mit dem Spaß und der Sport wird keine Hürde mehr sein.

6) Hilfe holen

Wenn du es allein wirklich nicht schaffst, dann hol dir Hilfe, am besten vom Profi. Gern mich ;-D Manchmal hilft eine Anamnese und der Schubs in die richtige Richtung, damit es danach allein oder mit der besten Freundin, den Kollegen, dem Freund weitergehen kann.

7) Hol dir den Sport nach Hause

Wenn du es nicht zum Sport schaffst, gibt es inzwischen genug Möglichkeiten, um jederzeit zu Hause zu trainieren: Bücher, Onlinekurse, Apps, YouToube-Videos. Drei Fitness-Bücher habe ich zur Zeit auf dem Markt. Das Vierte ist gerade im Entstehen. Mit der rtv media group habe ich eine Fitness App entwickelt, die dir ebenfalls helfen kann Bewegung in deinen Alltag zu bringen. „Aktiv hier“, der Name ist Programm – immer und überall trainieren. draüber hinaus gibt es so viele andere tolle Trainer, Lehrer und Angebote, auf den verschiedensten Kanälen … bleib neugierig, nimm dir Zeit und probier aus, was für dich gut funktioniert.

Widme dich dir und dein Körper. Lerne zu verstehen und nimm dir die Zeit reifen zu lassen. Wir jagen den Fitnesstrends hinterher, als gebe es einen Preis dafür, verlieren schnell die Lust und brauchen den nächsten Trend, um motiviert zu bleiben. Lass das los. Nimm dir Zeit für dich. In anderen Kulturen widmen sich die Menschen einer Bewegungskunst und streben danach sie zu verstehen, zu perfektionieren, ihren eigenen Stil zu finden und reifen zu lassen. Im Yoga sehen wir das zum Beispiel sehr gut. Es gibt sooo viele verschiedene Yogaschulen, Yogastile, Yogalehrer, doch wer lässt sich tatsächlich auf ein Lehrer-Schüler Verhältnis ein? Über Jahre? Nur wenige. Hinterfrage: Renne ich gerade wieder davon? Oder habe ich hier wirklich genug gelernt und wird es Zeit weiterzugehen? Möglich ist alles.

Denke in Möglichkeiten. Bleib bei dir. Gib nicht auf und nimm dich wichtig.

Es darf dir gut gehen, also sorge auch dafür – zum Höchsten und Besten für uns alle.

Alles Liebe, Tina

Sechs Tipps, um deine Gewohnheiten zu ändern

… für einen gesunden Lebensstil, Fitness, Ernährung, Achtsamkeit, Erfolg, Liebe, …

Egal worum es geht, Gewohnheiten zu ändern, fällt einigen Menschen leichter als anderen. Je nachdem wie hoch der Leidensdruck ist, die individuelle Motivation und Beweglichkeit. Eins ist klar: Nur wollen reicht nicht.

Vielleicht helfen dir die folgenden Tipps, um ins „machen“ zu kommen.

1) In Möglichkeiten denken

Wer sagt „ich kann nicht“, meint „ich will nicht“ und begrenzt damit sich selbst und die Möglichkeiten etwas zu verbessern. Was soll sich ändern? Wie? Wozu? Mach dir zunächst bewusst, wie deine individuelle Situation ist, was bisherige Schwachstellen sind und was genau sich ändern soll. Bis wann? Unbedingt auch „Wozu?“. Und dann: In Möglichkeiten denken! Kreative Lösungen finden. Quer denken. Gern auch freudvoll. Das Leben ist ein Geschenk, welches du genießen darfst. Es darf Spaß machen. Es darf leicht sein. Gestalte, genieße, in Freude.

2) Kleine Anker im Alltag setzen

Immer wenn ich morgens aufwache … wenn ich abends im Bett liege. Immer nachdem ich Zähne putze. Immer wenn ich nach Hause komme. Immer wenn ich im Flur stehe. Immer wenn der Espresso durchläuft. Immer bevor ich unter die Dusche springe. … Es gibt soooo viele Gewohnheiten, die du jeden Tag und jeden Tag wiederholst. Was spricht dagegen, an die bestehenden Tätigkeiten neue (gesunde) Gewohnheiten anzuhängen? Kleine Anker in deinem All-tag, um das was ohnehin täglich geschieht, als Gedächtnisstütze zu nutzen?

  • Immer wenn ich in die Küche gehe, trinke ich ein Glas Wasser.
  • Immer bevor ich unter die Dusche springe, mache ich drei Fitness-Übungen.
  • Immer wenn ich meine Serie schaue, …
  • … nachdem das Kind endlich eingeschlafen ist und mich auf Zehenspitzen aus dem Kinderzimmer schleiche.

usw.

…oder sogar: bestehende Gewohnheiten zu hinterfragen und diese gegebenenfalls auszutauschen.

  • „X“ statt Fernsehen
  • „X“ statt Zucker
  • „X“ statt Facebook
  • „X“ statt Kaffee

usw

Nichts ist gesetzt. Gar nichts. Es sei denn, du möchtest das so.

3) Gemeinsam statt Einsam

Zusammen ist schöner – gemeinsam kochen, studieren, sporteln. Was immer deine Ziele und Wünsche sind: Such dir Partner! Gleichgesinnte. Motiviert euch gegenseitig, inspiriert euch … und erinnert euch immer wieder an das Ziel. Wozu … und wohin?

4) Kleine Schritte

Mit meinen Fitness-Minis habe ich gezeigt: Es muss nicht immer 60 Minuten 3x/Woche trainiert werden. Ein gesunder, starker, attraktiver Körper entwickelt sich auch mit kleinen Miniworkouts über den tag verteilt. Jeden Tag ein bisschen. Das gilt für alles was du erreichen möchtest. Fett reduzieren, Energiespeicher auffüllen, Aufrichtung, frisch und gesund ernähren, erfolgreicher im Job … was immer du verändern möchtest, geht auch gut in kleinen Schritten. Es gibt Menschen, die sind Macher. Sie leben schnell und intensiv, fackeln nicht lange und packen „es“ an. Das funktioniert jedoch nicht für jeden. Erforsche dein Tempo und vielleicht gelingen dir Veränderungen leichter in kleinen Etappen.

5) Erfolge abspeichern

Meine Tochter ist 8 Jahre alt, geht in die zweite Klasse und hat mit ihrer Lehrerin ein schönes Ritual. Die Lehrerin weiß genau was sie will und führt die Kinder streng und konsequent, doch sie vergisst dabei nie, den Kindern zu vermitteln, wie stolz sie auf jede erreichte Etappe sein können. Bei jedem Erfolgserlebnis motiviert sie die Kinder sich auf die Schulter zu klopfen. Nicht nur als Bild, sondern wirklich als körperliche Erfahrung. Das sieht für den Moment etwas befremdlich aus, macht jedoch extrem Sinn. Du darfst stolz auf dich sein. Erfolge feiern. Es kommt die Zeit, da tut es gut zurück zu schauen, zu reflektieren was du bereits alles geleistet hast. Dafür brauchst du dein kleines Erfolgsarchiv. Mit all dem was auf deinem Weg bisher geschah. Und das ist umso erfüllender, wenn es mit allen Sinnen erfahren/abgespeichert wurde.

6) Selbstliebe

Müsste eigentlich 1) und 2) und 3) … und auch 4) bis 5) sein:

Selbstliebe.

Damit steht und fällt alles. Auch leichter. Wenn du dich selbst liebst, von ganzem Herzen, beginnst du automatisch auf deine Bedürfnisse zu achten – was dir gut tut, was dir schadet …

 

Liebe dich so wie deinen Nächsten!

Alles Liebe, Tina

Meditation – Stehende Säule, für mentales, physisches und energetisches Gleichgewicht

Viele Menschen fühlen sich unter Druck, spüren eigene Aggressionen und/oder die von anderen, fühlen sich hin und hergerissen zwischen dem was war und dem was sein könnte. Vielleicht, weil alles so bleiben soll wie es ist und jede Veränderung sich nach einer Drohung anfühlt und Angst macht. Oder es ist genau andersherum, es passiert zu wenig, nur langsam, sehr zäh kommen Neuerungen in Gang. Einige wären gern unsichtbar. Wieder andere wünschen sich gesehen zu werden. Endlich. Bitte! Und so bekommt gerade jede und jeder von uns seine Aufgaben.

Was ist zu tun?

  • Sei dir sicher, dass nichts gegen dich passiert.
  • Du bist geliebt und beschützt und auf diesem Weg nicht allein.
  • Bleib präsent, bleib geduldig, bleib in Liebe und Dankbarkeit.
  • Finde deine Mitte. Nähre die Kraft in dir. Bekomme wieder ein Gefühl dafür wie du stehst, wofür du stehst … und was deine nächsten Schritte sind.

„Die stehende Säule“ kann dir dabei helfen. Durch sie lernst du mental, physisch und energetisch im Gleichgewicht zu sein. Bei regelmäßigem Üben fördert sie die Vitalität und Spiritualität. Der gesamte Körper ist gelöst, entspannt und natürlich aufrecht. Auch der Geist ist ruhig, so dass die Einheit zwischen Körper und Geist wird hergestellt wird und du wieder in Kontakt mit dir selbst kommst – sowohl mit den offensichtlich-bewussten, als auch unbewussten Seiten und Mustern deiner Persönlichkeit, deines individuellen Charakters.

Alles Unangenehme weicht nach einer gewissen Zeit einem Gefühl von Ruhe, Wärme, Geborgenheit und der Einheit und Kompaktheit von Körper und Geist. Was in der Hektik des Alltags untergeht, nicht wahrgenommen wird, kommt nun zum Vorschein. So bekommst du ein Gefühl für deine Mitte, einen Referenzpunkt von Gleichmut und Gelassenheit, aus dessen Kraft und Weisheit du deine Schritte bewusst lenken kannst. Das ist wichtig und heilsam und wird deshalb längst auch von renommierten Sportwissenschaftlern empfohlen.

Lass dich gern von mir durch diese zwölf Minuten führen. Bleib skeptisch und spüre, ob das für dich funktioniert.

Wenn du magst, dann geh gern wie ich Barfuss in die Natur. Doch wo immer du gut in Ruhe stehen kannst, ist Raum für diese Übung. Denke in Möglichkeiten, bleib neugierig und schreib mir gern, wenn du Fragen dazu hast, Anregungen, Wünsche,… .

Alles Liebe, Tina

Vielen Dank an Hendrik Thul für Bild, Schnitt, Ton und Liebe!

 

 

Vom Blühen, schön sein und Gleich-Gewicht finden

Manchmal wünschte ich, wir Menschen wären ein bisschen mehr wie die Blumen. Sie blühen in ihren Farben, Formen, Größen. Sie sind. So wie sie sind. Und du, schöne Blume, kannst du das von dir auch behaupten? Jeder Körper ist anders und jeder hat seine eigene ganz individuelle Mitte. Hier finden wir Kraft, Wissen, Aufrichtung, auch Gesundheit, Schönheit, Zufriedenheit, Balance und Harmonie, was der Körper schließlich auch ausstrahlt. Diese Mitte zu halten, kann bei unseren derzeitigen Sehgewohnheiten herausfordernd sein. Wir werden mit Körperbildern konfrontiert, die weder Falten, noch Dellen, noch Hautunreinheiten oder Alterungsprozesse kennen. Straff, schlank, ebenmäßig, immer. Wer dahinter steht und wie es funktioniert wissen wir alle und leiden trotzdem darunter.

Schönheit verspricht Erfolg, auf allen Ebenen. Wer vital, attraktiv und „schön“ aussieht, ist das sicherlich auch. Der Punkt ist gar nicht so schlecht. Innen wie außen. Da ist was dran. Doch sobald das gute Gefühl fehlt, satt und rund und vollkommen zu sein, vollkommen glücklich, solltest du aufmerksam werden. Egal mit welcher Kleidergröße. Die folgenden Zeilen sind einige meiner Erfahrungen mit Körperformen und -themen. Vielleicht inspiriert es dich, etwas in dich hinein zu spüren, zu lauschen und zu fühlen, ob etwas davon auch auf dich zutrifft.

Was sagen die Körper bei:

1) Übergewicht?

– Bei einigen geht es darum gesehen zu werden. Dicke Menschen fallen auf. Stehen im Weg. Nehmen Platz und Raum für sich ein, den sie sich ohne diesen Körper vielleicht nicht nehmen würden. Vielleicht sind da auch Themen/Wünsche/Hoffnungen, die nicht ausgesprochen werden und auf diese Weise gesehen werden sollen?

– (Fett)Polster können auch bei Abgrenzung helfen. Wer eine „dicke Haut“ hat, lässt so manches nicht so nah an sich ran.

– Wer Angst hat, das Leben (zu) leicht zu nehmen, macht es sich vielleicht wortwörtlich schwer. Es kann natürlich genauso gut möglich sein, dass sich auf körperlicher Ebene zeigt, wie schwer sich das Leben anfühlt.

Was, wenn das Leben ganz leicht wäre? Wo, wann, mit wem möchtest du Fülle ausleben und traust dich nicht? Was fällt dir schwer? Was geht dir nah? Wo, wann, mit wem würdest du dich gern abgrenzen? Was möchtest du dir vom Leib halten?

2) prall und runden Formen?

– Spricht häufig für Lebenslust. Das Leben darf prall sein, rund laufen, Freude und Fülle auf allen Ebenen bieten. Alles super, so lange sich dieser Mensch das auch wirklich erlaubt. Von Herzen gönnt.

– Bei Frauen können hier auch Weiblichkeitsthemen mit hineinspielen. Wer so prall und drall seine Rundungen darbietet, steht für weibliche Lebenslust. Bist du damit im Reinen?

Hast du Angst dich in voller Blüte zu zeigen? Weißt du, dass du selbst über deinen Körper entscheidest und niemand sonst? Hast du Angst vor Schlangen? Kannst du das Leben genussvoll und freudvoll annehmen? Fülle genießen?

3) weichen Formen?

– Weiche Körper gibt es in allen Kleidergrößen – von sehr dick bis sehr dünn und alles dazwischen. Sie scheinen sich nicht hart abzugrenzen, abgrenzen zu wollen, zu können. Wirken eher sanft als hart, doch sind sie es auch? Vielleicht fehlt die Kraft aus der Mitte, um hart durchzugreifen, sich durchzusetzen, straight zu sich selbst und eigenen Wünschen zu stehen, den eigenen Weg zu gehen.

– Manchmal geht es auch darum, dass innere Kind (mehr) zu leben. Weich und wonnig wie ein Kinderkörper, darf auch dein Leben sein. Fröhlich verspielt, kreativ.

Was lässt dich morgens fröhlich aus dem Bett springen? Wenn Geld kein Thema wäre und all deine Lieben gesund und glücklich: Was würdest du dann wirklich machen wollen? Wo, wann und mit wem kannst du die Zeit um dich herum vergessen? In welchen Tätigkeiten/Momenten gehst du förmlich auf?

4) schlankem Körper?

– Rank und schlank, steht für Vitalität und Leichtigkeit, Bewegung, Dynamik. Zur Zeit entspricht es dem Lifestyle und Schönheitsideal. Menschen in Bewegung. Attraktivität und Leistung in jeder Lebenslage.

Kannst du dieses Spiel freudvoll mitspielen, oder hast du dich in diesen Körper hineingezwungen? Fällt dir dieses Leben leicht, genießt du die Dynamik? Was ist die Schattenseite? was ist der Preis? Fühlst du dich satt und rund und vollkommen? Fehlt was?

5) Untergewicht?

– Sehr dünn, ist auch ein Extrem und zeigt, dass der Mensch genauso wenig in seiner Mitte ist, wie jemand sehr dickes. Bist du dünnhäutig? Fehlt dir die Abgrenzung zu anderen oder möchtest du das so? Nah sein? Nahbar? Mitfühlend?

– Es sich leicht machen. Das Leben leicht nehmen wollen … können auch Themen sein. Aber auch verschwinden wollen, abtauchen, nicht hier sein wollen.

– Sehr dünn heißt meist auch, kaum Formen und Rundungen. Der Körper wirkt Knabenhaft und nahezu geschlechtslos. Äußerliche Asexualität könnte Sicherheit versprechen, Ruhe, Ge-lassen-heit. Versteckst du dich in einem geschlechtslosen Körper?  Wozu?

Es gibt sie, die goldene Mitte, das Gleichgewicht. Es lohnt sich sie zu finden. Viel mehr, als gedankenlos zu trainieren, diäten oder die Schieflage mit Shopping oder anderen Süchten ausbalancieren zu wollen. Doch das entscheidest du für dich. Und gern jeden Tag wieder neu. Wichtig ist, dass du mit dir im Reinen bist. Glücklich und Zufrieden. Jeder und jede ist frei zu entscheiden. Nur wenn der Mensch beginnt gegen seinen Körper zu kämpfen, unter seinem Erscheinungsbild zu leiden, Schmerzen und Krankheiten sich zeigen, dann hinterfrage und finde einen liebevollen Weg für dich und deinen Körper.

Alles Liebe, Tina

5 Dinge, die ich von Rückenschmerzen gelernt habe

Ich glaube nicht, dass ein Trainer/Coach alles selbst durchleiden muss, um mitzufühlen und ein guter Lehrer zu sein. Sechs Wochen Rückenschmerzen waren jedoch ein extrem wichtiges Learning für mich – als Mensch, aber auch als Trainerin. Die Schmerzen kamen mit Tag 1 der Sommerferien, hockten unter dem Schulterblatt und strahlten dann den Rücken hoch und runter bis in den rechten Arm, rüttelten hartnäckig an meinem Trainer-Ego und verzogen sich langsam und leise mit dem Ende der Sommerferien.

Was ich von diesem Rückenschmerz gelernt habe?:

1) Nichts ist so schlimm, dass es nicht für irgendetwas gut ist.

Fast noch schlimmer als der Schmerz selber, war die Tatsache, dass es mein Rückenschmerz war. Wie konnte das passieren? Wie konnte es mir passieren? Müsste ich nicht superfit und superstark sein? War ich. Und trotzdem war ich nun gezwungen wieder klassische Rückengymnastik zu üben und musste feststellen: Übungen die ich als „easy peasy“ eingestuft hatte und nur hier und da trainierte, hatten es wirklich in sich. In die Rolle einer Schmerzpatientin geschubbst, konnte ich so viele Übungen völlig neu studieren. Ein Geschenk, wofür ich extrem dankbar bin.

2) Der Körper spricht

„Was machst du instinktiv, wenn der Schmerz kommt?“, frage ich oft die Menschen, die mit Schmerzen oder Einschränkungen zu mir kommen. In meinem Fall war das: Rückenlage, am besten mit erhöhten Füßen. Eine Wohltat! Als würde mein Körper sagen: „Leg doch mal die Füße hoch. Nimm etwas Spannung raus. Leg dich lang.“ Auch: „Machs Dir leicht(er).“, denn gleichzeitig musste ich lernen Last zu verteilen, Hilfe anzunehmen und um Hilfe zu bitten. Das war für mich damals die eigentliche Challenge und fast anstrengender als mein körperliches Training.

3) (Un)bewusste Kommunikation

In dieser Zeit lernte ich noch genauer auf die Sprache und die Verbindung zum Körper zu achten. Begriffe und Redewendungen wie:

  • Rückenstärkung
  • Gerade rücken
  • Rücken krumm machen
  • Aufschultern
  • Hartnäckigkeit

…nutzen wir meist ganz unbewusst. Dabei liefern sie die Diagnose häufig gleich mit, bzw. welche Ursache der Schmerz haben könnte und welcher Weg Heilung verspricht.

4) Immer das ganze Bild betrachten

„Das kommt von der Galle“, war der Befund meiner Osteopathin. Ob da was bei mir klingeln würde? Und ob. Der Schmerz kam an dem Tag, als mir wortwörtlich die Galle hoch kam. Ich war verbittert und wütend und fühlte mich alleingelassen mit einer Situation, die für mich nur schwer zu ertragen war. Und damit ich auch ganz bestimmt verstehe, wie schwer die Last ist, die ich mir da aufschultere, hat mir mein Körper ein unmissverständliches Zeichen geschickt. Bei sich selbst stehen wir meist mitten im Geschehen und sehen daher nur schwer das ganz Bild. Da hilft es die Perspektive zu wechseln. Abstand zu nehmen. Sacken zu lassen. Nach innen zu lauschen, quer zu denken und alles für möglich zu halten.

5) Eigenverantwortung

Wenn ich möchte das es mir gut geht, muss ich auch dafür sorgen. Niemand anders wird das für mich machen können. Es ist mein Körper, mein Leben, meine Aufgabe … und schließlich auch mein learning.

Widme dich deinem Körper in Liebe und Wertschätzung. Egal was andere sagen oder machen, höre auf deinen Körper.  Es ist deine Möglichkeit Mensch zu sein. Mit Haut und Haaren und diesem Regenbogen an Emotionen. Mach was daraus. Auf’s Höchste und Beste.

Alles Liebe, Tina

Fitness-Minis auf YouTube: Kniebeuge in der Küche

Es gab Zeiten da war das Leben der Menschen so bewegt, dass sie wohl kaum unseren heutigen Lebensstil verstanden hätten. „Zum Sport? Ins Fitnessstudio? Wozu? Ich war doch den ganzen Tag auf den Beinen.“ Doch wer ist das heutzutage noch? Für einen gesunden Lebensstil werden 10.000 Schritte pro Tag empfohlen. Nur wenige Menschen schaffen das. Und so gibt es die verrücktesten Fitnesstrends, um die Menschen aus ihrem Bürostuhl, von der Couch und aus der Wohnung zu locken. Bewegung ist gesund und so ist für jeden etwas dabei. Theoretisch. Denn Praktisch sind viele dieser Trends gewinnbringende Geschäftsmodelle, die etwas so simples wie Bewegung unnötig verkomplizieren. Wenn es dir Spaß macht, sich gut und richtig für dich anfühlt … dann nutze diese Angebote. Lass dich inspirieren und bewegen.

Wenn dir das jedoch alles zu kompliziert ist, du noch nicht das Richtige für dich gefunden hast oder einfach nur etwas Bewegung in deinem Alltag möchtest, dann habe ich ein kleines Fittnesshäppchen für dich: Kniebeuge. So einfach, so gut. Damit trainierst du die großen Muskelgruppen, von Bein und Po. Durch den Einsatz der Arme, wird gleichzeitig noch die Körpermittelspannung gefördert und du bekommst frische Energie – direkt und sofort über das aktivierte Herz-Kreislauf-System und mit jedem Schritt, auch noch lange nach dem Training.

Ein herrlicher Frischekick für Körper und Mind.

Ich mache diese Übung gern in der Küche. Gezielt, wenn ich gerade etwas Zeit habe oder immer mal wieder zwischendurch (Ich sag nur: Schreibblockade ;-D ).Wenn dir das gut tut, gehen diese Kniebeuge natürlich auch im Bad, im Flur oder Büro mit der Türklinke oder mit dem Partner (indem ihr euch gegenüber steht und diagonal die Hände reicht, statt das Spülbecken zu greifen).

Noch mehr alltagstaugliche „Fitness-Minis“ findest du auf meinem YouTube Kanal oder in meinem Buch.

Alles Liebe, Tina

5 Dinge auf die ich achte, wenn ich nur für mich trainiere

Grundsätzlich trainiere ich wo ich gehe und stehe und lebe das Prinzip meiner „Fitness-Minis“ mit Leib und Seele. Ich bin selbständig, habe zwei Schulkinder, eine erfüllende Liebesbeziehung, unfassbar liebenswerte Freunde und Freude an so vielem was das Leben bunt und fröhlich macht. Da bleibt keine Zeit für 60 Minuten Workouts, es sei denn ich nehme sie mir. Doch wozu, wenn mein Tag schon so bewegt war? Wenn ich trainiere, dann um in meine Mitte zu kommen oder in meiner Mitte zu bleiben. Das ist an manchen Tagen wild, kraftvoll und schweißtreibend und an anderen nur etwas schrauben und nachjustieren. Doch für nichts anderes als Balance, Gesundheit, Selbstliebe nutze ich Sport. Waschbrettbauch? Modelmaße? Is mir Schnuppe! Ich kann verstehen, das Menschen nach aktuellen Fitness-Idealen streben, aber mir persönlich ist meine Energie, Vitalität und Gesundheit wichtiger. Daher trainiere ich fokussiert und reduziert und mache vermutlich viiiel weniger als du denkst.

… doch die folgenden fünf Tipps beachte ich immer:

1) Intention setzen

Bevor ich überhaupt meine Matte ausrolle oder einen Muskel in Bewegung bringe, frage ich mich zunächst: Wozu? Wozu möchte ich heute trainieren? Was ist jetzt gerade mein Ziel? Wo fühle ich mich etwas schief – auf körperlicher oder seelischer Ebene – und welche Dysbalancen möchte ich mit meinem Workout ausgleichen? Geht es um Kraft? Wenn ja, welche? Maximalkraft? Schnellkraft? Oder für welche Muskelgruppen? Oder doch Koordination? Beweglichkeit?

Zu Beginn steht stets die Frage nach dem Trainingsziel … und dann finde ich auch einen guten Weg.

2) Achtsam trainieren

Heißt für mich: Ganz bei mir und der Bewegung bleiben. Dafür hilft es mir, die Bewegungen mit dem Atem zu synchronisieren. Das bringt Ruhe und Kraft in die jeweilige Übung, Bewusstsein und Lebensenergie in die angesteuerte Muskulatur und zeigt mir auch immer wieder: Bin ich noch hier oder gerade schon bei der Einkaufsliste, den Kindern, dem Gespräch mit der Freundin …? Du kannst dein Training durchziehen, weghecheln und abhaken oder mit jeder Zelle deines Körpers frische Energie inhalieren.

3) Abwechslung

Der Köper gewöhnt sich schnell an das Training und so helfen neue Impulse der Muskulatur, aber auch der Kommunikation zwischen Gehirn und Bewegungsapparat. Meist geschieht das bei mir ganz automatisch, indem ich mich frage wozu ich heute trainiere. Was ich jedoch bewusst steuere und für mich zu nutzen gelernt habe, ist der Rhythmus der Natur. Im Großen sind das die Jahreszeiten, die sehr charmant und unaufgeregt zu Abwechslung animieren: In der Hitze des Sommers trainiere ich anders als mit der Kälte des Winters oder der Energie des Frühlings. Im Kleinen, sprich jeden Monat, gibt mein Zyklus vor wie intensiv ich mein Training gestalte, ob ich zum Beispiel zu Gewichtsmanschetten greife, von hartem Boden auf wackeligen Untergrund wechsle, mir ein Springseil schnappe, den Flexibar oder die Pilatesrolle.

4) Spielen

Ohne Spaß geht gar nichts. Sich zum Training zu zwingen mag einige Sportler pushen, ich finde das Mist. Ich will freudvoll trainieren, meinen Körper genießen, Spaß haben. Für alles andere ist mir das Leben zu kurz. Manchmal will die Amazone in mir kämpfen, das Kind in mir hüpfen oder die Frau in mir tanzen. Manchmal fühle ich mich steif und komme schwer in Schwung. Und dann wieder will ich Schülerin sein und geführt werden. Doch wichtig ist mir, für mich, diesen Impulsen nachzuspüren, sie zu akzeptieren und einen freudvollen Weg für mich zu finden. Mein Workout soll sich frei und lebendig anfühlen, ist mein Spielplatz, um Möglichkeiten auszuloten, auszuprobieren, albern zu sein, meine Kraft zu testen und auch, um fallen zu lernen.

5) Shavasana

Mit Yoga verbindet mich eine Hassliebe. Ich liebe es sehr und verneige mich vor der Weisheit dahinter. Doch es gibt auch einiges an der Yogawelt, was ich nicht nachvollziehen kann oder wo ich „Lücken“ sehe. Wofür ich jedoch irre dankbar bin, ist das Ritual von Shavasana. Im Fitness oder Pilates ist nach der letzten Übung Schluss und alle gehen duschen. Hop hop! Doch seit ich Yoga praktiziere nutze ich nach jedem Training einen Moment der Stille für mich. Nur liegen. Atmen. Nachspüren. Wie geht es meinem Körper jetzt? Und abspeichern was ich gelernt habe.

Einer meiner Lehrer meinte: Yoga ohne Shavasana, ist wie Eis kaufen ohne es zu essen.

Trainiere, um satt zu werden, zufrieden, glücklich und gesund.

Alles Liebe, Tina

 

 

Foto: Hendrik Thul

Fitness-Minis auf YouTube: Kraft für den oberen Rücken

Viele Menschen gehen krumm, weil sie die Last des Tages erdrückt. Sie tragen auf ihren Schultern be-last-ende Themen aus Beruf oder Familie, obwohl sie die Kraft dafür gar nicht haben. Sie machen sich krumm, wortwörtlich, im Job, für die Familie, für Freunde, für Annerkennung, Erfolg, …

Wenn es dir auch so geht, könntest du dich fragen, wozu du dich krumm machst. Wozu dient es Dir? Was davon muss wirklich ge-schulter-t werden? Von dir getragen werden? Was hast du dir vielleicht sogar selbst aufgeschultert? Genommen? Was könntest du vielleicht längst losslassen? Müsstest Du? … von den Schultern abstreifen? Was davon könnte vielleicht auch delegiert werden?

Das ist die seelische Ebene. Welche Themen drücken dich runter, machen deinen Rücken krumm.

Auf der körperlichen Ebene hilfst du deinem Körper, indem du diese Dysbalance ausgleichst. Zum Beispiel durch einen starken Beckenboden, der dir Sicherheit schenkt, Kraft und innere Aufrichtung. Eine Stärke, aus der du dich traust auch einmal „nein“ zu sagen. Für dich einzustehen. Größe zu zeigen. Aufrecht zu bleiben. Bei dir. Ebenfalls hilfreich ist das Training für die Muskulatur des oberen Rücken.

In Anlehnung an mein Buch „Fitness-Minis. 90 Workouts für jeden Tag und überall“ (Gu, 2016) zeige ich Dir auf meinem YouTube Kanal eine Übung, mit der du eben genau jene Muskulatur erreichst, welche als Gegenstück zur verkürzten Brustmuskulatur agiert. Trainierst du die Muskeln zwischen den Schulterblättern, ziehen sich diese kraftvoll zusammen und öffnen dein Dekolté. Darüber hinaus sollten jedoch immer beide Ebenen beachtet werden, die Seelische genauso wie die Körperliche. Manchmal geht der Körper vor und du bekommst zunächst ein Gefühl für die Aufrichtung, für die Größe in dir. Dann fällt es dir auch leichter über dieses Gefühl dein Handeln, an die Wünsche deiner seele anzugleichen.

Video: Hendrik Thul