Body, Mind, Soul
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Wohin mit der Wut?

Raus. Auf jeden Fall raus aus dem Körper. Ausleben. Allerdings auf eine Art und Weise, die anderen nicht schadet. Wenn wir jedoch schön freundlich bleiben, sittsam und artig lächelnd unsere Wut wegschieben, wegdrücken, übergehen, bleibt sie im Körper hocken. In der Leber zum Beispiel. Wut kann auch verbittern und die Galle macht sich bemerkbar. Sie kann zu Herzen gehen, auf den Magen schlagen oder bei Beziehungsthemen an die Nieren gehen. Der Weg ist bei jedem Menschen anders, je nachdem was sich die Seele wünscht und wie der Körper diesem Wunsch Ausdruck verleiht. Es gibt ähnliche Muster, aber immer sehr individuelle Auf-Gaben.

Auch bei Frauen mit Brustkrebs scheint es häufig einen Zusammenhang mit Wut zu geben. Wenn die Brust operiert wurde, die Frau „normal“ weiter lebt, jedoch nichts an ihren Lebensumständen oder ihrem Umfeld ändert, dann kann es sein, dass der Krebs in die Leber wandert und zeigt: „Meine Liebe, es reicht. Hau mal auf den Tisch! Ordentlich, mit Schmackes!“ Wird dann auch die Leber nur im Körper behandelt und nicht auf seelischer Ebene nach der Ursache geforscht, so kann es sein das der Körper die Heilung weiterhin forciert und der Krebs ins Rückenmark wandert, wo er die Frau auffordert: „Wofür stehst du? Steh auch für dich ein! Deine Wünsche! Deinen Weg! Hab keine Angst. Duck dich nicht weg.“

Heilung ist aus meiner Sicht so vielfältig, wie es Fingerabdrücke gibt und nur vollkommen möglich, wenn wir neben dem Körper immer auch die Seele behandeln. Sonst wandert das Thema weiter durch den Körper, bis es endlich gelingt auch seelisch zu heilen. Sehr individuell, genau wie Deine Wut. Sie ist eine sehr kraftvolle Energie. Viel. Weder gut noch schlecht. Sie will gelebt werden. Wie entscheidest Du.

Was ist zu tun?

1) Geh aus der Situation

Was oder wer auch immer Dich wütend macht. Es ist wie es ist. Meist ist es nicht in Deiner Hand, aber wie Du darauf reagierst. Bevor Du also explodierst, wütend alles niederbrennst oder mit messerscharfen Wort Deine(n) Gegenüber attackierst: Geh. Du spürst die Wut? Du bist außer Dir? Geh aus der Situation. Zieh Dich zurück.

2) Schau Dir Deine Wut genau(er) an:

Vielleicht könnt ihr Freundinnen werden, vielleicht kann sie ein produktiver Sparringspartner für Dich sein. Lerne diese kraftvolle Energie zu spüren, Dir bewusst zu werden, wenn sie angerauscht kommt und sie schließlich wie eine Welle zu Surfen. Vielleicht gelingt es Dir mit ihr einen Tango zu tanzen oder ihr auszuweichen, wie ein KungFu Meister einem Schlag. Finde Deinen Weg. Zunächst: Lerne sie kennen. Erforsche sie neugierig. Nimm wahr, was für eine Energie das ist, woher sie kommt und dann schau wozu sie Dir dient.

3) Leb sie aus:

Ja, aber wie? Meine Liebe, denke in Möglichkeiten:

Tob Dich aus und stapfe mit den Füßen, wie ein bockiges Kind.

Tanze, laut und wild, bis Dir schwindelig wird und nur noch Glück Deinen Körper durchströmt.

Schrei die Wut heraus. Schrei sie in den Wind. In ein Kissen. Ins Wasser.

Drisch auf einen Boxsack ein oder ein Kissen.

Geh zum Kampfkunsttraining. (Übrigens mein Weg, meine Wut zu kultivieren)

Schnapp Dir Gewichte und trainiere bis Du glücklich nach Puste schnappst.

Kauf Dir eine Leinwand und Farbe und gib der Wut so einen Raum.

Schreib Dir die Wut von der Seele.

 

Obacht: Oft lassen wir die Wut raus, indem wir Freundinnen davon erzählen. Das tut meistens kurz gut, weil es erleichtert, also auch eine Form von „raus aus dem Körper“ zu sein scheint. Manchmal gibt jedoch ganz lieb gemeint ein Wort das andere und aus der Mücke wird ein Elefant. Also Obacht. Lieber Schreiben. Singen. Weinen. Transformieren. Was immer Dir gut tut, das Gefühl zu erforschen und den Körper davon zu befreien, was anderen Menschen nicht schadet: Mach es! Und wisse: Es braucht eine Zeit bis sich der Körper davon befreit hat. Es braucht eine Zeit, bist Du wieder zu Dir kommst, bei Dir bist. Also gönn Dir den Raum, nimm Dir die Zeit und gestehe sie auch anderen zu.

Belaste Dich nicht. Befreie Deinen Körper und Du befreist Dein Leben. Lass den Tiger raus. Zähme den Drachen. Nur sperre sie nicht weg. Lerne ihre Kraft zu nutzen. …und wer weiß: Vielleicht entsteht daraus etwas Neues, Schönes, Mutiges, Wertvolles – für Dich und andere Menschen.

Alles Liebe, Tina

 

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