Body, Mind, Soul
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Gesund für immer?

„Erst wenn wir die Themen des Körpers auch auf seelischer Ebene verstanden haben und unser Leben dementsprechend gestalten, geht auch die Krankheit.“, hab ich letzte Woche in meinem Blogpost geschrieben. Die gute Nachricht ist: Das stimmt. Die Schlechte: Wir werden uns immer mal wieder erkälten, anstoßen, in den Finger schneiden oder den Kopf zerbrechen. Krankheit gehört zum Rhythmus des Lebens genauso dazu, wie Hunger und Müdigkeit. Gesund für immer, wird schwierig. Allerdings kommt Krankheit auch nicht wahllos über uns, zufällig oder gar als gemeine Strafe. Leben ist der Tanz zwischen den Dualitäten von gut und schlecht, viel und wenig, hell und dunkel, heil und krank. Leben ist Veränderung, Bewegung, Wachstum, Lernen. Da zwickt und zwackt es schon mal, kommt alter Rotz hoch oder erhitzen wir.

Als ich gestern Nacht mit dem Flieger zurück nach Berlin geflogen bin, hatten wir eine respektable Verspätung. Nachdem alle Passagiere in ihren Sitzreihen angeschnallt und startbereit der Crew beim Sicherheitstango zusahen, verkündete der Pilot, dass wir hier noch eine weitere Stunde miteinander verbringen dürfen. Ohne Aussteigen. Ohne Air Condition. Dafür mit gefühlten 50 Grad und Passagieren auf 180. Die Emotionen waberten durch die Stuhlreihen und die Menschen begannen einander anzustecken – mit Wut, mit Panik, mit Unruhe, wie eine Reihe Dominosteine aneinander klappen.

Was immer passiert in der Welt, kann auch dich berühren, in dir schwingen und sich schließlich auch durch deinen Körper zeigen. Nicht immer alles, nur das, wo du eine „Lücke“ hast. Wenn Gesundheit ein JA wäre, so zeigt Krankheit alles wozu wir NEIN sagen, was wir verdrängen, ablehnen, vermeiden oder noch nicht ver-inn-erlicht haben.

Dann wirst du hartnäckig. Fällt es dir schwer das Erlebte zu verdauen. Hast du schwer daran  zu schlucken. Möchtest nichts sehen. Nichts hören. Machst dich krumm. Schneidest dir ins eigene Fleisch. Möchtest du der Welt was husten. Und manchmal wirst du dir vielleicht (fast) den Kopf zerbrechen.

Wir sagen dann Krankheit dazu, dabei könnte es auch Wachstum heißen. Die Nägel wachsen, die Haare, die Haut erneuert sich und so wächst auch der Mensch als ganzes jeden Tag ein bisschen. Und wenn da mal was zwickt, hakt oder klemmt, ist das sicherlich lästig, schmerzhaft und kann auch tierisch Angst machen, doch haben wir dieses Bewusstsein, um zu verstehen. Es ist ein Prozess, ein Weg, eine lebenslange Aufgabe.

Hör auf deinen Körper, deine Intuition. Ohne Angst. Ohne Wut. Ohne Kampf. Akzeptiere was sich zeigt und dann schau geduldig (;-D), wie es gelingen kann heil zu werden.

Folgende fragen können helfen:

Was fehlt dir?

Was ist zu viel?

Wozu dient es dir?

Vertraue dem Leben und wachse.

Alles Liebe,

Tina

 

 

Foto: Hendrik Thul

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