Body, Mind, Soul

Das Potential sexueller Energie

tina naked

Wenn kleine Jungen sich nackig mit ihrem Geschlecht auseinander setzten, finden das alle putzig. Spielt ein kleines Mädchen neugierig mit ihrem Körper, wird das meist ganz schnell unterbunden. Auch heute, in unseren vermeintlich aufgeklärten Zeiten, hat es ein „Geschmäckle“, wenn Mädchen ihren Körper erforschen und Frauen einen natürlichen Zugang zu ihrer Vagina (Huch!), ihrer Sexualität (Bitte?!),  Menstruation (Ohnein!) und der schöpferischen Kraft (Achnaklar!) in sich haben und erst recht, wenn sie öffentlich darüber reden. Dabei bilden Sex und Liebe zusammen, zwei enorm kraftvolle Energien, die in der Menschheitsgeschichte tiefe Spuren hinterlassen haben – zerstörerische Kriege, aber auch geniale Erfindungen, Kunstwerke oder erfolgreiche Unternehmen. Die Kraft ist riesig. Das Potential enorm. Was Menschen daraus machen, sehr unterschiedlich.

„Kochendes Wasser kann Gemüse weich kochen … und ein Ei hart. Wir entscheiden, wie wir die Energie nutzen, was wir aus den Umständen machen.“

Wir können unsere Sexualität also weiter in der Schmuddelecke hocken lassen, oder aber befreien. Denn wenn ich sage Befreie deinen Körper und du befreist dein Leben, meine ich damit nicht nur die Blockade im Rücken, das schmerzende Knie, den Halux oder die Schlaflosigkeit. Dann meine ich auch:

die schmerzhafte Blutung,

PMS,

Endometriose,

Genitalherpes,

Vaginalpilze,…

In unserem Schoß befindet sich ein enorm wichtiges Energiereservoir. Die Yogis sagen dazu „Sakral“, die Kampfkünstler „Hara“, die QiGong Meister „unterer Dantien“ und der Volksmund eher Wabbel, Speck, Plauze, Wampe oder Kessel. Alles „nur“ Worte für eine Kraft, die Energie in Materie verwandelt. Frauen geben in ihrem Schoß nicht nur neuem Leben Raum, um zu wachsen und zu gedeihen, sondern auch Ideen, Firmen, Projekten. Sprich: aus Liebe wird ein Kindlein, aus einem Gedanken ein Produkt, eine Dienstleistung, Geld. You name it.

Sexualität ist Begeisterung, Leidenschaft, Motivation etwas zu bewegen, auch andere zu bewegen. Wenn es uns gelingt, uns freudvoll mit unserer Sexualität auseinanderzusetzen, dann bringen wir auch viele andere Bereiche unseres Lebens in Bewegung. Anders gesagt: Wenn wir Frauen weiterhin versuchen, die besseren Männer zu sein, berauben wir uns selbst unser natürlichen Schöpferkraft. Kastration am Körper und am Leben. Wozu? Frage ich Dich?

Meist aus Angst:

  • vor Kritik
  • vor Armut
  • vor dem Tod

Urängste, die eng miteinander verwoben sind. Aus Angst vor Kritik passen wir uns an, tragen Frauen asexuelle Kostüme, Hosenanzüge wie Männer, um nicht aufzufallen, anzuecken, angepasst mitzuschwimmen. Aus Angst vor Kritik kaufen wir fleißig vom Neuesten das Neueste, schlucken wir unsere Meinung lieber herunter, finden faule Kompromisse, halten den Mund, wo es doch in uns nach Gerechtigkeit, Wertschätzung, Respekt, Toleranz, Anerkennung,… schreit. Aus Angst vor Kritik, verstecken wir unsere weiblichen Reize, unsere individuelle Schönheit und trauen uns nur hinter vorgehaltener Hand über Menstruation und ähnliche Themen zu sprechen, um nicht aufzufallen, anzuecken, angepasst mitzuschwimmen.

Die Folgen könnten schließlich schwerwiegend sein: Kündigung, Arbeitslosigkeit, Armut, Krankheit, Alleinsein, Tod. Ende Gelände. Also lieber mitschwimmen? Das entscheide bitte selbst.

Aus meiner Sicht rate ich jedoch:

Zieh Dich immer mal wieder mit Dir selbst zurück (am besten während Deiner Menstruation) und erforsche neugierig wer Du bist – auf körperlicher, seelischer und mentaler Ebene.

Lausche nach Innen:

Wo versteckst Du Dich und Deine Weiblichkeit? Wann und mit wem? Wozu?

Von wem hast Du das gelernt/übernommen? Gib es zurück und mach Deine eigenen Erfahrungen.

Wo willst Du mehr ins Licht treten?

Welche Themen berühren Dich?

Was möchtest Du (mehr) in die Welt tragen?

Wer kann Dich unterstützen/begleiten?

Wer lebt Weiblichkeit/Sexualität auf eine Weise, die Dir gefällt?

Wie kann es auch für Dich gelingen?

Lass Dich inspirieren von überragenden Persönlichkeiten der Weltgeschichte, die – fast alle – angeregt, durch eine „Muse“, durch den Wunsch, eine Liebe zu erobern oder zu beeindrucken, über sich hinausgewachsen sind. Sie haben ihre sexuelle Energie in Schaffenskraft umgewandelt und sind unerschrocken ihren Weg gegangen. Oftmals waren diese Persönlichkeiten Männer.

Time‘s up, Ladies! Transmute your sex, grow and shine bright  … und inspiriere dadurch auch andere Frauen. Lasst uns einander die Hände reichen und unsere Weiblichkeit feiern – zum Wohle der Menschheit und dieser Erde. Auch unser Wissen, unsere Ideen dürfen Großes bewirken. Durch den Fluss der körperlichen und mentalen Liebe, fließt auch unser Leben wieder geschmeidiger – für Männer und Frauen gleichermaßen.

Es ist an der Zeit für ein neues Körperbewusstsein. Sexualität ist ein wichtiger Teil davon.

In diesem Sinne: Genieße den Sommer!

Alles Liebe, Tina

1 Kommentare

  1. Zhou Wuxing sagt

    Ich bin ein Mann der. Das hier liest.. mache leider Orthographie und Interpunktion Defizite… Ich finde diesen Artikel sehr interessant.. gut geschrieben.. ich muss dazu sagen das ist der erste Artikel.. über so ein Thema.. ich glaube die alten Völker dieser Erde würden sich kaputt lachen.. oder denn Kopfschütteln.. weil wir so .. also brüde sind auf gewisser Hinsicht.. und aber auf einer anderen.. eben sehr Doppel moralisch.. ich befasse mich seit kurzem.. mit diesen Thema.. und ich muss gestehen.. ich verstehe es nicht.. noch nicht.. obwohl ich als Tai Chi Lehrer weiss was hara IST. Ich weiss auch was der perika ist.. und das Frauen besser versuchen sollten wieder Frauen zu sein.. anstatt Männer sein zu wollen.. bei denn Männern geht das alles ein wenig in die andere Richtung.. habe ich manchmal das Gefühl.. aber auch in eine gleichzeitig hypersexuelle und sexuelle untertrükung .. ich weiss nicht wie ich da sagen soll.. denn ich .. naja das reicht erst mal

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