Body, Soul
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5 Dinge auf die ich achte, wenn ich nur für mich trainiere

Grundsätzlich trainiere ich wo ich gehe und stehe und lebe das Prinzip meiner „Fitness-Minis“ mit Leib und Seele. Ich bin selbständig, habe zwei Schulkinder, eine erfüllende Liebesbeziehung, unfassbar liebenswerte Freunde und Freude an so vielem was das Leben bunt und fröhlich macht. Da bleibt keine Zeit für 60 Minuten Workouts, es sei denn ich nehme sie mir. Doch wozu, wenn mein Tag schon so bewegt war? Wenn ich trainiere, dann um in meine Mitte zu kommen oder in meiner Mitte zu bleiben. Das ist an manchen Tagen wild, kraftvoll und schweißtreibend und an anderen nur etwas schrauben und nachjustieren. Doch für nichts anderes als Balance, Gesundheit, Selbstliebe nutze ich Sport. Waschbrettbauch? Modelmaße? Is mir Schnuppe! Ich kann verstehen, das Menschen nach aktuellen Fitness-Idealen streben, aber mir persönlich ist meine Energie, Vitalität und Gesundheit wichtiger. Daher trainiere ich fokussiert und reduziert und mache vermutlich viiiel weniger als du denkst.

… doch die folgenden fünf Tipps beachte ich immer:

1) Intention setzen

Bevor ich überhaupt meine Matte ausrolle oder einen Muskel in Bewegung bringe, frage ich mich zunächst: Wozu? Wozu möchte ich heute trainieren? Was ist jetzt gerade mein Ziel? Wo fühle ich mich etwas schief – auf körperlicher oder seelischer Ebene – und welche Dysbalancen möchte ich mit meinem Workout ausgleichen? Geht es um Kraft? Wenn ja, welche? Maximalkraft? Schnellkraft? Oder für welche Muskelgruppen? Oder doch Koordination? Beweglichkeit?

Zu Beginn steht stets die Frage nach dem Trainingsziel … und dann finde ich auch einen guten Weg.

2) Achtsam trainieren

Heißt für mich: Ganz bei mir und der Bewegung bleiben. Dafür hilft es mir, die Bewegungen mit dem Atem zu synchronisieren. Das bringt Ruhe und Kraft in die jeweilige Übung, Bewusstsein und Lebensenergie in die angesteuerte Muskulatur und zeigt mir auch immer wieder: Bin ich noch hier oder gerade schon bei der Einkaufsliste, den Kindern, dem Gespräch mit der Freundin …? Du kannst dein Training durchziehen, weghecheln und abhaken oder mit jeder Zelle deines Körpers frische Energie inhalieren.

3) Abwechslung

Der Köper gewöhnt sich schnell an das Training und so helfen neue Impulse der Muskulatur, aber auch der Kommunikation zwischen Gehirn und Bewegungsapparat. Meist geschieht das bei mir ganz automatisch, indem ich mich frage wozu ich heute trainiere. Was ich jedoch bewusst steuere und für mich zu nutzen gelernt habe, ist der Rhythmus der Natur. Im Großen sind das die Jahreszeiten, die sehr charmant und unaufgeregt zu Abwechslung animieren: In der Hitze des Sommers trainiere ich anders als mit der Kälte des Winters oder der Energie des Frühlings. Im Kleinen, sprich jeden Monat, gibt mein Zyklus vor wie intensiv ich mein Training gestalte, ob ich zum Beispiel zu Gewichtsmanschetten greife, von hartem Boden auf wackeligen Untergrund wechsle, mir ein Springseil schnappe, den Flexibar oder die Pilatesrolle.

4) Spielen

Ohne Spaß geht gar nichts. Sich zum Training zu zwingen mag einige Sportler pushen, ich finde das Mist. Ich will freudvoll trainieren, meinen Körper genießen, Spaß haben. Für alles andere ist mir das Leben zu kurz. Manchmal will die Amazone in mir kämpfen, das Kind in mir hüpfen oder die Frau in mir tanzen. Manchmal fühle ich mich steif und komme schwer in Schwung. Und dann wieder will ich Schülerin sein und geführt werden. Doch wichtig ist mir, für mich, diesen Impulsen nachzuspüren, sie zu akzeptieren und einen freudvollen Weg für mich zu finden. Mein Workout soll sich frei und lebendig anfühlen, ist mein Spielplatz, um Möglichkeiten auszuloten, auszuprobieren, albern zu sein, meine Kraft zu testen und auch, um fallen zu lernen.

5) Shavasana

Mit Yoga verbindet mich eine Hassliebe. Ich liebe es sehr und verneige mich vor der Weisheit dahinter. Doch es gibt auch einiges an der Yogawelt, was ich nicht nachvollziehen kann oder wo ich „Lücken“ sehe. Wofür ich jedoch irre dankbar bin, ist das Ritual von Shavasana. Im Fitness oder Pilates ist nach der letzten Übung Schluss und alle gehen duschen. Hop hop! Doch seit ich Yoga praktiziere nutze ich nach jedem Training einen Moment der Stille für mich. Nur liegen. Atmen. Nachspüren. Wie geht es meinem Körper jetzt? Und abspeichern was ich gelernt habe.

Einer meiner Lehrer meinte: Yoga ohne Shavasana, ist wie Eis kaufen ohne es zu essen.

Trainiere, um satt zu werden, zufrieden, glücklich und gesund.

Alles Liebe, Tina

 

 

Foto: Hendrik Thul

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