Monate: August 2018

Fortschritt, Auftritt, Freundensprünge

Zeig mir deine Füße und ich sage dir, wie du im Leben stehst. Kann das sein? Ich finde schon, denn die Naturgesetze zeigen uns immer wieder: Wie im Großen, so im Kleinen. Wie oben, so unten. Wie innen, so außen. Auch unsere Sprache, berichtet von FortSCHRITT, verSTEHEN und FreudenSPRÜNGEN. So spiegeln unsere Füße, auf der körperlichen Ebene in vielerlei Hinsicht, wie uns das Leben gelingt, wo der Schuh drückt, wir uns aufreiben, Anstoß nehmen oder einschneidende Erfahrungen machen. Manchmal zeigen die Füße eins zu eins, wie in den Lehrbüchern von Rita Fasel und Rüdiger Dahlke, wie Innen so Außen. Ganz simpel und klar, einfach und unaufgeregt, so dass ich mich frage, wieso das nicht in der Medizin angewandt wird? Wieso wir diese Form der Selbsterkenntnis nicht von klein auf in der Schule lernen? Wieso noch immer so sehr im Außen gefragt und geschaut und so wenig Innen geforscht wird? Obwohl Selbstoptimierung ein großer Trend und enormer Absatzmarkt ist,  schauen wir m.E. noch viel zu wenig auf uns selbst. Oder viel zu selten liebevoll, bewusst, mit …

Gesund für immer?

„Erst wenn wir die Themen des Körpers auch auf seelischer Ebene verstanden haben und unser Leben dementsprechend gestalten, geht auch die Krankheit.“, hab ich letzte Woche in meinem Blogpost geschrieben. Die gute Nachricht ist: Das stimmt. Die Schlechte: Wir werden uns immer mal wieder erkälten, anstoßen, in den Finger schneiden oder den Kopf zerbrechen. Krankheit gehört zum Rhythmus des Lebens genauso dazu, wie Hunger und Müdigkeit. Gesund für immer, wird schwierig. Allerdings kommt Krankheit auch nicht wahllos über uns, zufällig oder gar als gemeine Strafe. Leben ist der Tanz zwischen den Dualitäten von gut und schlecht, viel und wenig, hell und dunkel, heil und krank. Leben ist Veränderung, Bewegung, Wachstum, Lernen. Da zwickt und zwackt es schon mal, kommt alter Rotz hoch oder erhitzen wir. Als ich gestern Nacht mit dem Flieger zurück nach Berlin geflogen bin, hatten wir eine respektable Verspätung. Nachdem alle Passagiere in ihren Sitzreihen angeschnallt und startbereit der Crew beim Sicherheitstango zusahen, verkündete der Pilot, dass wir hier noch eine weitere Stunde miteinander verbringen dürfen. Ohne Aussteigen. Ohne Air Condition. Dafür …

Stell dir vor, der Körper spricht, und keiner hört hin

Fast jeder trägt in sich den Wunsch, sich selbst besser zu verstehen. Wer bin ich? Was mache ich hier? Was will ich vom Leben? Was habe ich zu geben? Aber auch: Wie werde ich den Tinnitus los? Warum schlafe ich seit Tagen so schlecht? Wozu bekomme ich ausgerechnet jetzt diesen Pickel? Auf der Stirn? Was mache ich gegen die Schulterschmerzen? Die Wege, die wir gehen, um zu verstehen, die Lösungen, die wir dabei finden, sind sehr individuell. So wie unsere Körper. Die Frage ist jedoch: Bist du bereit zu verstehen? Und: Handelst du schließlich auch danach? Nur wissen reicht nicht. Ob du das Wissen auch anwendest, entscheidet, wie gesund, stark, attraktiv und vital, wie glücklich und zufrieden du dich in deinem Körper fühlst. Ein Beispiel? Erinnere dich an deine letzte Flugreise. Wie ging es dir danach? Rückenschmerzen? Halsschmerzen? Müdigkeit? Hautauschlag? Steifer Nacken? Nichts von all dem? 100 Menschen steigen aus dem gleichen Flugzeug, haben die gleiche Reise hinter sich, doch macht jede(r) eine andere Erfahrung. Denn obwohl alle aus dem gleichen Flugzeug steigen, machen sie …

Gruppeninhalation an der Uferzone

Wäre ich Gesundheitsministerin, wäre das eines meiner wichtigsten Anliegen: Alle mal schön Durchatmen. Jeden Morgen. In der Natur. Nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, sprich: der Körper schreit, der Mensch Krebs hat und nach Kühlungsborn zur Gruppeninhalation an die Uferzone geschickt wird, um zu heilen, sondern jeden Tag durchatmen, erfrischen, auftanken. Atmen allein heilt nicht alles, aber es hilft doch sehr. So gierig wie viele Menschen nach höher, schneller, weiter streben, so wenig Sauerstoff gönnen sie sich und ihren Zellen. Das ist verrückt. Und so benehmen sich die Menschen nun auch. In vielerlei Hinsicht verrückt. Schau Dich um, lies Zeitung, höre Nachrichten und Du siehst, was ich meine. Wir Menschen wollen viel, machen viel, gönnen uns wenig. Zumindest wenig bewusst. Und vor allem, wenig von dem, was unaufgeregt daher kommt. Gratis auch noch. Reichlich. Für alle gleich viel, gleich schön, gleich gut. Was ist denn daran besonders? Nix. Und doch sprechen wir hier von nicht weniger als dem Lebenselixier: Sauerstoff. Die meisten Menschen atmen leise und flach. So fühlt sich schließlich …